Unsere Weinlagen

Marmorsberg :

 

Die Lage Braubacher Marmorsberg befindet sich unterhalb des Rheinsteigs an den Rheinhängen südlich von Braubachs Wahrzeichen, der Marksburg.
Für diese Lage auszeichnend ist die Lage am Westhang, welche am Mittelrhein, auch in den Blütezeiten des Weinbaus, selten zu finden war und ist. Die Zeit Sonneneinstrahlung auf diese Lage erstreckt sich fast über den ganzen Tag, in der Früh streift die Morgensonne den Hang und die Trauben trocknen sanft ab. Mittags erhält die Lage die volle Kraft der Sonne, bis die letzten Strahlen der Abendsonne die Reben in die Nacht verabschieden.
Der Boden besteht in seinen Hauptbestandteilen aus Schieferschutt und Sand, der von den tiefragenden Wurzeln der Rebstöcke bis auf den Felsgrund durchbrochen wird. Der Boden ist in der Lage viel Wasser zu speichern und es den Reben mit Mineralien und Nährstoffen angereichert zur Verfügung zu stellen. Die mineralische Note findet sich später in den hier angebauten Weinen geschmacklich wieder. Der Boden wird mehrmals im Jahr gelockert um eine Verdichtung und Versiegelung zu vermeiden in Verbindung mit der Gassenbegrünung kann so Überdüngung vermieden und der Substrathaushalt des Bodens, vom Austrieb bis zur Lese, ausgeglichen gehalten werden.
Hier bauen wir die Rebsorten Riesling und Grauburgunder an, welche in dieser Steillage gut gedeihen. Die Trauben werden den gesamten Sommer und Spätsommer über ausgeschnitten um die Qualität zu steigern und die Ertragsmenge im mittleren Bereich zu halten.

Braubacher Koppelstein:

 

Der Braubacher Koppelstein liegt ebenfalls unterhalb des Rheinsteigs im Norden von Braubach. Die südwestlich ausgerichtete Lage beginnt flach in der Talsohle und geht über, zu steilen Terrassen. Der Hang bekommt die vollen Sonnenstunden des Tages ab und ist sehr ertragsreich. Auch hier wird über die gesamte Wachstumszeit ständig ausgedünnt und gezielt beschnitten, zwar zu Lasten des Ertrages aber zu Gunsten von Qualität und Gesundheit der Trauben. Das Mostgewicht kann durch diese Art des Anbaus, untypisch “ hoch“ für diese Lage , erzielt werden.
Der Boden ist mehrschichtig, die maßgeblichen Bestandteile sind von Quarzeinschlüssen durchzogene Lehmschichten, welche von Schichten aus Sand und Schiefer abgedeckt sind. Auch hier arbeiten mit Gassenbegrünung um Erosion und Düngereinsatz gering zu halten. Durch die steilen Terrassen im oberen Teil des Wingerts ist eine Bodenbearbeitung nur mit Muskelkraft möglich.
Die Quarzeinschlüsse und der lehmige Grund sind geschmacksgebend für die hier angebauten Weine.
Die hauptsächlich Wasserundurchlässige Lehmschicht, macht den Wasserhaushalt des Weinbergs problematisch und die Schiefer und Sandschichten unerlässlich, nur durch Gassenbegrünung und gezielte Bodenbearbeitung kann der Nährstoffhaushalt des Bodens gehalten werden ohne ständig Düngemittel einzubringen.

Lahnsteiner Koppelstein:

 

Der Lahnsteiner Koppelstein wurde 2014 ausgehauen und nach intensiver Bodenbearbeitung neu angelegt. Hier wächst nun Saint Laurent Rotwein, welcher sich durch hohes Mostgewicht bei hohem Ertrag und intensive Farb- und Aromenausprägung auszeichnet. Die Lage befindet sich direkt unterhalb des Koppelsteins und wird bei den Ortsansässigen nur das Ohr genannt, da sie fast rundherum von Hängen eingeschlossen ist. In dieser Talsohle besteht der Boden zu den größten Anteilen aus schluffigem Lehm. Auch hier arbeiten wir mit Gassenbegrünung in unterschiedlichen Phasen um die Gesundheit von Trauben und Boden zu erhalten.
Das “ Ohr“ ist die einzige Lage unseres Betriebes, welche theoretisch voll maschinell bearbeitet werden kann. Auch hier wird der Boden mehrfach im Jahr bearbeitet um Wasser- und Nährstoffhaushalt ausgeglichen zu halten.
Die ersten Chargen Wein aus diesem “ Weintal“ werden wohl 2017 in den Verkauf kommen, da vorher die Erträge zu gering sind und die Kraft des Wachstums in Stammbildung und Wurzelwachstum gehen soll. Hier soll die Erziehungsform der Umkehrerziehung angewandt werden welche gesundes Wachstum und ergonomisches Arbeiten erlaubt. Die Trauben trocknen früher am Tag ab und die Gefahr des Frostes wird minimiert. Wir freuen uns schon auf unseren ersten Rotwein oder Rose´ aus dieser Lage.